physiotherapie koeln4

Die sog. Stoßwellentherapie ist ein ungefährliches und erprobtes Verfahren, welches seit den 1990er Jahren intensiv als Schmerzlinderungstherapie eingesetzt wird. Dabei wird mit einem Stoßwellengerät Druckwellen erzeugt, die tief in das Gewebe und in die Muskulatur eindringen, um dort Verspannungen zu lösen und Selbstheilungskräfte des Körpers freizusetzen. Die Technik ist rein mechanisch und bewirkt durch Druck und Zug Wellen, die bis zu einer Tiefe von 12 cm eindringen können. Richtig und fachmännisch eingesetzt ist diese Methode sehr effektiv zur Lösung tiefsitzender Schmerzen.

Allgemein werden zwei Arten der Stoßwellentherapie unterschieden, die ich nachfolgend kurz beschreiben möchte:

Fokussierte Stoßwellentherapie: Ursprünglich entwickelt, um die Zertrümmerung von Nierensteinen zu erzielen, bemerkte man – zufällig -, dass Nierensteinpatienten nach der Behandlung auch keine Rückenschmerzen mehr hatten. Daraufhin wurde das Phänomen untersucht und auf Grund der exzellenten Ergebnisse schon bald in der Orthopädie, der Sportmedizin und sogar auch in der Unfallchirurgie eingesetzt. Die fokussierte Stoßwelle kann potenziell bis zu einer Tiefe von sogar 12 cm eindringen und löst dort schwerste Verspannungen im Gewebe. Die Effekte sind sehr schnell spürbar.
Radiale Stoßwellentherapie: Die radiale Stoßwelle hat physikalisch gesehen den gleichen Wirkmechanismus, jedoch wirkt sie grundsätzlich höher unter der Hautoberfläche (in der Regel eher bis 4,5 cm) und wirkt nicht fokussiert (punktgenau), sondern eher streuend unter der Hautoberfläche. Sie wirkt bei sämtlichen Beschwerden des Bewegungsapparates. Oft ist diese Methode bei Gelenkbeschwerden oder bspw. im Kieferbereich eingesetzt. Die Ergebnisse sind sehr gut, benötigen jedoch etwas mehr Zeit als bei der fokussierten Stoßwelle, sind dafür aber auch merkbar günstiger.

 

Seit wann gibt es die Stoßwelle als Therapieform?

Die Stoßwellentherapie wird seit langem in der Urologie und seit den 90-ger Jahren auch in der Orthopädie und Unfallchirurgie eingesetzt.

Wie wirkt die Stoßwelle?

Die Wirkung der Stoßwelle ist mittlerweile wissenschaftlich belegt, obwohl die gesetzlichen Kassen noch das Gegenteil behaupten. Über die Gründe kann man wohl nur spekulieren! Die Stoßwellentherapie erzeugt Reparatumechanismen an den Zellen zum Einen, zum Anderen werden Nozizeptoren, Nervenrezeptoren zur dauerhaften Schmerzhemmung angeregt.

Wie funktioniert die Stoßwelle?

Die extracorporale Stoßwellentherapie (ESWT) wird mit energiereichen, mechanischen Wellen durchgeführt. Sie werden bei der fokussierten Stoßwelle außerhalb des Körpers erzeugt und durch ein wassergefülltes Kissen innerhalb der Stoßwelle in den Körper bis zu 12cm Tiefe übertragen. Die radiale Stoßwelle arbeitet rein mechanisch und bewirkt durch Druck und Zug Wellen, die an den Zellen in bis zu 4,5cm Tiefe Selbstheilungskräfte freisetzen.

Gibt es Unterschiede in der Stoßwellentherapie?

Es gibt verschiedene Arten der Stoßwellentherapie, die fokussierte und radiale Stoßwellentherapie. Die fokussierte Stoßwellentherapie wurde erstmals zur Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt. Gleichzeitig fiel auf, dass bei diesen Patienten merkwürdigerweise deren Rückenschmerzen plötzlich nicht mehr vorhanden waren. Daraufhin nahm die Stoßwelle Einzug in die Orthopädie, Sportmedizin und auch später in die Unfallchirurgie. Momentan wird mit der Stoßwelle auch in anderen medizinischen Bereichen geforscht, weil ihr Potential und enorme Wirksamkeit immens weitreichend scheint.

Die fokussierte Stoßwelle wird hauptsächlich von Ärzten, aber auch von wenigen Therapeuten, insbessondere engagierten Physiotherapeuten (Krankengymnasten), eingesetzt.

Die fokussierte Stoßwellentherapie kann das Gewebe bis in 12cm Tiefe erreichen und durch seine Wellenbündelung hartes Gewebe wie Nieren-, oder Gallensteine, Fersensporne, Kalkeinschlüsse in der Schulter oder Sehnenansatzverhärtungen unmittelbar am Knochen, wie bei dem Tennisellenbogen (Epicondylitis), an der Achillessehne oder an der Hüfte (calcarea trochanterica) auflösen. Auch bei schmerzhaften Entzündungen, wie bei den Kalkeinlagerungen in der Schulter, deren Kalk-Kristalle manchmal in den Schleimbeutel oder in das Schultergelenk wandern können und somit ein schmerzhaftes Armheben (Elevation) bewirken können, ist die Stoßwelle das letzte Mittel vor einer Operation.

Auch die radiale Stoßwelle vermag knochenharte Verhärtungen und Kalkablagerungen im Gewebe, in der Muskulatur und auch in den Sehnen am Knochenansatz, aufzulösen. Sie reicht nur nicht so tief ins Gewebe hinein und ist nicht im Gewebe gebündelt und fokussiert, sondern hat ihren Hauptwirkpunkt direkt unter der Haut und streut sich dann auf bis max. 4,5 cm ins Gewebe hinein.

Viele Beschwerden lassen sich auch erfolgreich mit der radialen Stoßwelle behandeln, es dauert allerdings ein bißchen länger, bis die das optimale Wirkspektrum erreicht ist, ist aber preisgünstiger. Außerdem läßt sich mit der radialen Stoßwelle auch im unteren Bar-Bereich behandeln, was schmerzgeplagten Patienten oft entgegen kommt. Auch im Kiefer-Kopf-Bereich ist mit der radialen Methode ein risikoärmeres und schonenderes Arbeiten möglich.

Muß die Stoßwellentherapie schmerzhaft sein, damit sie ihre volle Wirkung entfaltet?

Die Stoßwellentherapie muß nicht schmerzhaft sein, um eine Wirkung zu haben, gerade Fibromyalgie-Patienten oder Patienten mit akuten Kopfschmerzen müssen einfühlsam behandelt werden. Dabei reichen in der Regel auch keine 10-minütigen Behandlungen aus. Der Schmerz ist meist chronisch manifestiert und daher handelt es sich meist auch nicht nur um einen Punkt, der behandelt werden muß, sondern es melden sich nach erfolgreicher Behandlung des einen Punktes weitere Punkte, die aber eventuell die ursprünglichen Punkte und somit die ebenso wichtigen Punkte sind.

Worauf kommt es an, damit die Stoßwellentherapie erfolgreich ist?

Es kommt eher auf den Umgang mit dem Patienten und einem einfühlsamen Arbeiten an, ein Suchen nach dem Grund der Beschwerde, als auf die Art der Stoßwelle! Außerdem ist für die Wirksamkeit von großer Bedeutung, ob der jeweilige Arzt oder Therapeut sich intensiv mit der Muskulatur und deren Verhärtungen auseinandergesetzt hat.

Bei der Behandlung des Fersensporns (stechender Fersen-Schmerz beim Auftreten), reicht es manchmal aus, nur den schmerzhaften Punkt zu fokussieren und ihn ein paar Minuten zu beschießen, allerdings sollte dem Patienten auch dabei erklärt werden, woher dieser Schmerz jetzt ausgerechnet bei ihm auftritt und was er zusätzlich noch dagegen machen kann.

Bei allen anderen Schmerzzuständen am Bewegungsapparat gehört aber in der Regel noch eine eingehendere Diagnostik und eine Einsicht des Patienten, was er an seinem Verhalten bezüglich seines Körpers verändern kann, damit die Schmerzen möglichst nicht mehr oder weniger stark auftreten werden.

Gibt es eine Qualitätssicherung in der Stoßwellentherapie?

Es gibt eine Therapeuten- und Ärzte-Liste bei dem internationalen Verband der Trigger-und Stoßwellentherapeuten (IGTM), deren Mitglieder eine entsprechende Ausbildung und Prüfung hinterlegt haben müssen, um eine Zertifizierung zu erlangen. Vorstand ist Dr. med. Hansen, ein in Berlin ansässiger und therapierender Orthopäde, jedes Mitglied bekommt nur nach erfolgreich bestandener Prüfung einen Eintrag in der Liste.

Die IGTM -Mitglieder haben sich mit den myofaszialen (Trigger-)Punkten und deren schmerzhaften Auswirkungen auf den Körper eingehend beschäftigt und können auch Symptome anderen Punkten zuordnen, die nicht offensichtlich sind. Es ist nicht immer der offensichtliche Schmerzpunkt auch der ursprünglich auslösende Punkt.

Wie wird eine Stoßwellenbehandlung durchgeführt?

Wird die Stoßwellentherapie von einem ausgebildeten Triggertherapeuten durchgeführt, wird dieser sich zunächst die Krankengeschichte anhören, sich den Ort des Problems vom Patienten zeigen lassen und anschließend anhand seiner Erfahrung und Ausbildung analysieren, wo der Ursprung des Problems liegt.

Anschließend wird er die Stoßwelle an dem Punkt anlegen, wo er den Auslöser des Problems vermutet. Wenn dieser Punkt die Schmerzen verursacht, die dem Patienten zu schaffen machen, liegt der Behandler richtig. Manche Ärzte arbeiten gerne mit einem Ultraschall oder Röntgengerät zur Diagnostik der schmerzauslösenden Punkte, was aber nicht immer der effektivste Weg ist.

Häufig ist nicht der Punkt am Ort des Problems auch der auslösende Punkt.

Es gibt sogenannte Triggerpunkte, die an einen anderen Ort ausstrahlen, und somit nicht am Ort des Problems sichtbar sind. Effektiver ist es, wenn ein ausgebildeter Triggertherapeut in der Lage ist, die Punkte zu erfühlen, da mit Erfahrung und Fingerspitzengefühl auch die verstecktesten Punkte auffindbar sind.

Welche Erkrankungen sollten mit der Stoßwelle behandelt werden?

Die typischen Erkrankungen, die mit der Stoßwelle behandelt werden, sind:

  • Fersensporn (fasziitis plantaris)
  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea (subacromealis))
  • Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis)
  • Golferellenbogen (Tendinosis humeri ulnaris)
  • Patellaspitzensyndrom (Springerknie)
  • Bursitis trochanterica (Schleimbeutelentzündung am Hüftknochen)
  • schmerzhafte Achillessehne (Achillodynie)
  • Schienbeinkantensyndrom
  • Verzögerte Knochenbruchheilung (Pseudarthrosen)
  • schmerzhafte Sehnen-Ansatzreizungen

Welche Kontraindikationen gibt es (Wann sollte fokussierte Stoßwellentherapie nicht angewandt werden)?

Man sollte eine fokussierte Stoßwellen-Therapie nicht durchführen bei:

  • Schwangerschaft
  • Herzschrittmacher-Patienten
  • Tumorpatienten
  • Wachstumsfugenbereiche bei Kindern und Jugendlichen
  • Darm-und Lungengewebe
  • Große Blutgefäße (Thrombosegefahr)
  • Patienten mit Blutgerinnungsstörungen und Marcumar-Patienten
  • Infektionen im Behandlungsgebiet; Cortisonspritzen ins Behandlungsgebiet müssen vor mehr als 6 Wochen gegeben worden sein

Mehr über meine Behandlungsgebiete: Schmerztherapie Köln

Physiotherapeutin Bettina Pfalz aus Köln
Frau Pfalz hat mir besonders mit Ihrem Ansatz aus der Schmerztherapie sehr geholfen. Als jahrelanger Schmerzpatient fand ich Ihren ruhigen und freundlichen Ansatz überzeugend - wenn auch nicht billig, dafür aber umso erfolgreicher! Empfehlung für Köln.

 

Mit einer schweren Verspannung im Halswirbelbereich habe ich bei Frau Pfalz beste Erfahrungen gemacht und war nach schon wenigen Behandlungen (manuelle Therapie) wieder top-fit. Kann ich nur empfehlen!

 

Es ist echt selten, dass ich so kompetent und angenehm behandelt wurde. Mag normalerweise sowas nicht und fühlte mich aber bei ihr sehr entspannt und hatte Vertrauen zu ihr!